Inforeise Sri Lanka 2024 – ein Reisebericht von Alex

Als Reiseveranstalter gehen wir regelmäßig auf sogenannte Fam-Trips (Familiarization Trips), um neue Reiseziele, Hotels und Erlebnisse aus erster Hand kennenzulernen. Diese Reisen ermöglichen es uns, die Qualität und Authentizität der Angebote, die wir unseren Kunden empfehlen, persönlich zu überprüfen. Indem wir vor Ort Kontakte knüpfen und die Besonderheiten der Destinationen entdecken, können wir maßgeschneiderte Reiseerlebnisse schaffen und unseren Kunden mit fundiertem Wissen und echten Empfehlungen zur Seite stehen.

Ayubowan! Das ist der traditionelle Gruß in Sri Lanka, mit dem man seinem Gegenüber ein langes Leben wünscht.

Auf genau solch eine Inforeise durfte ich im Juni 2024 gehen und die Schönheit von Sri Lanka für unsere Kunden entdecken.

In diesem Blogbeitrag nehme ich dich virtuell mit auf meine 1-wöchige Rundreise über diese atemberaubende Insel und teile meine Erfahrungen mit dir! Also los geht’s und Ayubowan (ආයුබෝවන්) in Sri Lanka!

Tag 1 - Anreise, Negombo und Dambulla

Am 14. Juni 2024 startete die Reise vom Flughafen Frankfurt.
Mit Flug UL501 von Sri Lankan Airlines fliegen wir die einzige Nonstop-Strecke ab Deutschland direkt in die Hauptstadt Colombo.
Rund 10 Stunden Flugzeit sind es, die sich aber dank des großzügigen und spontanen Upgrades in die Business Class mehr als angenehm anfühlten.

Die sri-lankische Gastfreundschaft spürt man bereits jetzt schon im Flugzeug, denn die Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen waren unglaublich freundlich und herzlich zu allen Gästen – egal ob Business oder Economy Class.

Noch vor Sonnenaufgang landeten wir am Bandaranaike International Airport, der etwas außerhalb von Colombo und eigentlich näher an Negombo liegt.
Nach zügiger Einreisekontrolle und Gepäckabholung wurden wir bereits von unserem Reiseleiter Sanjee und dem Repräsentanten Sampath von Aitken Spence Travels – dem Gastgeberpartner – in Empfang genommen.
Gleich nach Verlassens des Airports fühle ich schon die wohlig warme Tropenluft auf meiner Haut, sehe Palmen und Blumen. Ein Empfangskomitee kandyanischer Tänzer erwartete uns hier bereits, bevor die Reise losging.

Ein paar Eindrücke von Negombo...

Am Strand des Jetwing Beach Resorts in Negombo gab es als Welcomedrink die heimische gelbe King-Coconut, frisch mit der Machete geöffnet von einem lokalen Bauern im Sand.

King Coconut - typisch für Sri Lanka!

Nach einem tollen Frühstück und einer Hotelinspektion mit Ayurveda-Massage folgte dann die Reise in die Inselmitte nach Dambulla, wo das Heritance Kandalama Resort bereits mit einem Mittagessen und einer weiteren Hotelinspektion wartete.

Natur pur direkt am See - Heritance Kandalama

Kurz vor Sonnenuntergang am späten Nachmittag bestiegen wir den kleinen Berg zum Höhlentempel von Dambulla. Zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörend, ist dieser einzigartige Tempel einer der beeindruckendsten auf dieser Reise gewesen. In verschiedenen Grotten befinden sich insgeamt über 150 Buddha-Statuen und reich verzierte Decken und Wände, die mit farbenfrohen Fresken bedeckt sind.

Diesen Ort erfüllt eine magische Atmosphäre…

Den ersten Abend und die Nacht verbringen wir im Amuna Ayurveda & Wellness Retreat, einem Boutiquehotel mit einzigartigem Konzept aus Ayurvedaheilkunst und Vereinigung mit der umgebenden Natur. Ein persönlich für uns gekochtes sri-lankisches Abendessen rundete den Abend ab.

Gute Nacht aus dem Amuna Ayurveda Retreat.

Tag 2 - Sigiriya Rock und Minneriya Nationalpark

Was für ein herrlicher Morgen inmitten der Natur im Amuna Retreat…
Sanftes Morgenlicht strahlt auf die umliegenden Berge, Büffel grasen zum Frühstück und Hunde spielen. Dazu Vogelgezwitscher und noch sehr angenehme Temperaturen. Ich kann mir gut vorstellen, wenn man jeden Tag so aufwacht kommt man wirklich richtig runter.

Ich lieb's! Landidylle pur...

Gleich nach dem Frühstück brechen wir auf zum Sigiriya Rock.
Dieser imposante Berg ist charakteristisch für Sri Lanka und ziert wohl das Cover jeden Reiseführers über die Insel. Zurecht, wie ich finde, denn dieser Felsklotz ist wahrlich beeindruckend.

...imposant ragt er aus dem Wald empor

Der Sigiriya-Felsen, auch bekannt als Löwenfelsen, ist eines der beeindruckendsten Wahrzeichen Sri Lankas. Dieser imposante Monolith erhebt sich etwa 200 Meter über die umliegenden Wälder und war im 5. Jahrhundert die Festung und der Palast des Königs Kasyapa.

Der schweißtreibende Aufstieg führt vorbei an antiken Fresken und über eine steile Treppe, die durch die Überreste einer riesigen Löwenfigur führt, deren Pfoten noch heute sichtbar sind. Oben angekommen, erwartete uns ein atemberaubender Panoramablick auf die umliegenden Landschaften und Berge und die Ruinen der einst prächtigen Palastanlage. Der Sigiriya-Felsen ist nicht nur ein UNESCO-Weltkulturerbe, sondern auch ein Symbol für die reiche Geschichte und Kultur Sri Lankas.

Die Aussicht ist wirklich spektakulär!

Als der Abstieg bewältigt war, wurde es Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen.
Wie so oft auf dieser Inforeise, wurde das elegant mit einer Hotelinspektion in der Region kombiniert, sodass ich dieses Mal ein ganz besonderes Juwel entdecken konnte.

Schon beim Betreten der Taru Villa Maia in Habarana fühlt es sich so an, als würde ich durch den Ausgrabungspark von Sigiriya laufen. Mit den selben Backsteinen wird hier sehr elegant ein Weg in das Herz des Resorts geebnet, empor gehoben und von Teichen umflossen.
Die wenigen Zimmer sind unglaublich geräumig und die Dekoration fügt sich perfekt in das Landschaftsbild von diesem Inselteil ein. Eine großzügige Terrasse mit Blick in das Grüne lässt erahnen, wie man hier mit etas Glück Safari vom Balkon aus machen könnte.

Wie gerne ich da reingehüpft wäre...

Besonders hat es mir auch das Badezimmer im Erdgeschoss angetan. So viel Liebe zum Detail und absolut stylisch. Das „optisch-altertümliche“ Konzept zieht sich perfekt wie ein roter Faden durch die ganze Anlage.
Ein traumhafter Infinity-Pool mit Blick auf die Natur lockt, doch ein köstliches Mittagessen und das straffe Programm einer solchen Inforeise drängen.

Gut gestärkt folgte das nächste Erlebnis – eine Safari im Minneriya Nationalpark zu den wilden Elefanten!

Elefanten gelten auf Sri Lanka als Verkörperung von Buddha selbst.

Der Minneriya-Nationalpark, im Herzen Sri Lankas gelegen, ist bekannt für seine beeindruckende Elefantenpopulation. Vor allem während der Trockenzeit, von Juli bis Oktober, versammeln sich hier Hunderte von Elefanten rund um den Minneriya-Stausee – ein Naturschauspiel, das als „The Gathering“ bekannt ist. Neben Elefanten bietet der Park auch eine reiche Vielfalt an Wildtieren, darunter Leoparden, Lippenbären und eine Vielzahl von Vogelarten, wie dem Pfau. Diese Safari durch den Minneriya-Nationalpark hat mich tief beeindruckt und ist eine ganz klare Empfehlung!

Nach so vielen Erlebnissen des Tages kommt die Entspannung im Amaya Lake Resort am Abend sehr gelegen, um das ganze Erlebte zu verarbeiten.
In diesem angenehmen Resort verbringen wir dann auch die nächste Nacht.

...ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende.

Tag 3 - Polonnaruwa und Pasikuda Beach

Der Tag beginnt mit einer idyllischen Morgenstimmung am See. Ich beobachte ein wenig die Vögel am Wasser und die grüne Bergkulisse im Hintergrund, bevor nach einem Frühstück im Hotel die Reise weitergeht.

Morgenidylle am Kandalama Lake

Unser heutiges Programm führt uns nach Polonnaruwa, wo wir die archäologischen Stätten des UNSECO-Weltkulturerbes besichtigen werden.
Die Fahrt von Sigiriya nach Polonnaruwa ist kurzweilig nur 1,5 Stunden Fahrtzeit, die durch schöne Landschaften, vorbei an Wäldern, Reisfeldern und Stauseen führt.

Am Ziel angekommen besuchen wir zuerst das Archäologische Museum, in dem unser Guide uns alles Wissenswerte über die alte Königsstadt erklärt und anhand vieler Relikte und Replikationen der alten Gebäude uns eine Vorstellung gibt, wie die Ruinen damals ausgesehen haben mussten.

Anschließend fuhren wir in den Geschichtspark hinein und machten an jeder der großen Ausgrabungen Halt.
Die Ancient City von Polonnaruwa, eine UNESCO-Weltkulturerbestätte, ist ein faszinierendes Zeugnis der Blütezeit Sri Lankas im 11. und 12. Jahrhundert. Als ehemalige Hauptstadt des Landes beherbergt sie beeindruckende Ruinen von Palästen, Tempeln und Buddha-Statuen, die die Handwerkskunst und den kulturellen Reichtum der damaligen Zeit widerspiegeln. Besonders beeindruckend ist der Gal Vihara, ein Felsenheiligtum mit vier riesigen, aus Stein gemeißelten Buddha-Statuen. Polonnaruwa ist ein Muss für Geschichts- und Kulturliebhaber und gibt einen einzigartigen Einblick in Sri Lankas glorreiche Vergangenheit.

Must-Visit! Ancient City von Polonnaruwa

Nach dieser beeindruckenden Besichtigung setzten wir die Reise fort an die Ostküste von Sri Lanka nach Pasikuda.
Zum Mittagessen besichtigen wir das schönste Resort in Pasikuda – das Uga Bay Resort. Klicke am besten direkt darauf, um zu unserer Hotelbeschreibung zu gelangen, denn es war definitiv eines meiner Lieblingshotels auf der Reise.

An derselben Bucht gelegen checkten wir im Anschluss im Sun Siyam Resort ein. Hier hatte unsere Gruppe wieder etwas mehr Freizeit, um das Resort richtig zu erleben und ausgiebig zu testen.

Eine wirklich sehr schöne Resortanlage an einem tollen Sandstrand unter Palmen.
Das Meer ist bei Ebbe eher mit Badeschuhen zu empfehlen, was für mir persönlich keinen großen Abbruch tut. Der Abend klingt bei einem Cocktail und einem Abendessen im Restaurant entspannt aus.

Goldene Stunde am Pasikuda Beach

Tag 4 - Pasikuda & Arugam Bay

Was für ein herrlicher und entspannter neuer Morgen. Direkt am Meer aufzuwachen ist einfach unvergleichbar! Am 4. Tag unserer Inforeise habe ich ein wenig mehr Freizeit am Morgen – das ist auf FAM Trips nicht selbstverständlich, da doch die Tage sehr früh beginnen und spät enden, um möglichst viel zu sehen.

Morgenstund hat Gold im Mund...

Heute kommt diese kleine Verschnaufpause sehr recht. So bade ich noch ein wenig im Meer, entspanne mich am Pool und genieße die noch nicht ganz so heiße Morgensonne.

Nach einer etwas längeren Transferfahrt Richtung Süden kommen wir gegen Mittag in der Region Pottuvil und Arugam Bay an.
Dieser Küstenstreifen an der südlicheren Ostküste ist touristisch noch nicht ganz so sehr erschlossen, wie andere Orte des Landes und so bekommen ich einen tollen Eindruck davon, wie „off the beaten track“ aussehen kann in Sri Lanka.

Entdeckungen "off the beaten track"

Einen ersten Stopp machen wir in Pottuvil am Muhudu Maha Viharaya, ein buddhistischer Stupa mit archäologischer Ausgrabungsstätte direkt in Strandnähe.
Interessant ist hier zu sehen, wie unzählige Mönchsstatuen in einer Schlange aufgereiht zur weißen Stupa gerichtet sind. Auch die alten Steinsäulen der Ausgrabungsstätte sind spannend und erinnern mich an Polonnaruwa vom Vortag.

Zurück von der Tempelbesichtigung reisen wir nun in den Ort und checken in unserem neuen Hotel ein.
Das Jetwing Surf ist gehört mit zu meinem Top 3, der Hotels, die mir auf dieser Reise am meisten gefallen haben!

Ich beziehe meinen geräumigen Bungalow und bin wirklich beeindruckt von dem Komfort und der angenehmen maritim-tropischen Einrichtung. Hier ist wirklich viel Platz für jeden Gast und man kann sich in gehobener Atmosphäre richtig schön entspannen!

Viel Freiraum für Körper und Geist

Mit einem köstlichen Mittagessen im Bauch stand anschließend der Besuch des Hauptstrandes von Arugam Bay auf dem Programm.
Arugam Bay versprüht noch richtige Hippy-Vibes und ist ein wahres Surfer-Paradies. Das sieht man auch an dem eher jungen Publikum, welches sich hier unter die vielen Einheimischen mischt. Durch das Vollmondfest war uns aber zu viel los am Strand, um selbst baden zu gehen, doch der Anblick auf diese doch sehr quirlige Szene mit all den Locals, die mit ihren Familien im Meer baden, war schon sehr eindrücklich.

Den Abend verbrachten wir dann noch an unserem Strand, der wegen den Wellen nur bedingt zum Baden geeignet war. Doch der offene wilde Ozean strahlt eine beruhigende Kraft aus, die ich sehr genieße.

Zum Abschluss des Tages düse ich mit der Gruppe noch einmal per Tuk Tuk in den Hauptort und lasse das Nachtleben ein wenig auf mich wirken.

Wieder geht ein spannender tag in Sri Lanka zu Ende.

Arugam Bay - klare Empfehlung!

Tag 5 - Arugam Bay & Ella

Schon recht früh am Morgen brechen wir bereits wieder auf, denn der erste Programmpunkt des heutigen Tages sind Krokodile, die im kleinen Ort namens Panama bei Arugam Bay leben. Wie untouristisch die Gegend hier noch ist, merke ich gleich an der Ruhe und Ursprünglichkeit, die diese Umgebung ausstrahlt.

Welch wunderschöne Natur mal wieder!

Nach einem Spaziergang der letzten Meter zum See geht es dann über Stock und Stein näher an das Gewässer heran. Immer auf maximale Stille konzentriert, schleichen wir durch die Gebüsche, bis wir die ersten Krokodile ausmachen können, die sich in der heißen Morgensonne im Wasser aalen, mit weit aufgerissenem und zähnebestücktem Maul. Auch unzählige Wasservögel leben mit den Krokodilen zusammen in Harmonie.

An einem Bachlauf entdecken wir noch weitere Tiere und kommen ganz nah ran. Ein toller Start in den Tag und ein schönes Beispiel, welche Schätze es abseits der Massen noch so gibt!

... schaurige und gleichzeitig faszinierende Tierchen.

Einen kleinen Stopp machen wir nach wenigen Kilometern am Lahugala Magul Maha Viharaya, ein alter buddhistischer Tempel an dem noch heute Ausgrabungen stattfinden. Eine besondere Atmosphäre umgibt diesen Ort inmitten des Waldes. Sehr lohnender Stopp!

Nur wenige Kilometer nach dem Tempel bekam unsere Gruppe eine Kostprobe bester Schauspielkunst. Unsere Guides und der Busfahrer taten so, als hätte der Bus eine Panne. Wir sind alle ausgestiegen und wurde zu einem nahegelegenen schattenspendenden Baum geführt, wo wir erst einmal warten sollten. Dort angekommen erwartete uns bereits eine einheimische Familie, die für uns ein Überraschungs-Picknick vorbereitet hatte.

Surprise! So schmeckt Gastfreundschaft

Auf frischen Lotusblätter bekommen wir köstliche, selbst angebaute Früchte serviert zusammen mit der landestypischen Spezialität Curd, den die Bauern selbst produziert haben. So können wir die herzliche Gastfreundschaft der Singalesen förmlich schmecken. Sehr gelungene Überraschung!

Nach diesem spannenden Tagesauftakt wird es nun wirklich Zeit, sich erstmal wieder von der Küste und dem Meer zu verabschieden. Die Reise führt nun wieder inseleinwärts in die Berge. Das Ziel: Ella!

Schon die Fahrt durch die immer bergiger werdende Landschaft ist ein kleines Highlight für sich. Die letzten Kilometer zieht sich die Straße über eine schmale Bergstraße die Hänge des Ella Gap hinauf – so nennen die Menschen das Tal, welches in die Stadt hochführt.

... in jedem Sri Lanka-Reiseführer zu finden

Das erste Highlight besuchen wir gleich am Anfang. Eines der Postkartenmotive von Sri Lanka – die Nine Arch Bridge! Eine kleine Wanderung bergab führt uns an das alte Bauwerk mit den 9 Brückenbögen. Ein faszinierendes Bauwerk, über welches noch heute die regionale Eisenbahn fährt.

Unser straffes Programm heute schickt uns aber gleich weiter zur nächsten Attraktion von Ella. Der Little Adam’s Peak ist ein fantastischer Aussichtspunkt hoch über dem Ella Gap, den es zu erwandern gilt. Herrliche Fernsicht bis in die Tiefebene darf ich hier genießen.

Berge machen mich einfach immer happy!

Im Anschluss folgt ein weiterer recht langer Transfer hoch hinauf in den höchstgelegenen Kurort der Insel. Über unzählige Kurven schlängelt sich der Bus bei hereinbrechender Nacht die Höhenmeter hinauf bis nach Nuwara Eliya. Der Ort liegt auf über 1800m Seehöhe, was zu einem für die Tropen ungewohnt kühlem Klima führt. Oben brauchen wir eine Jacke und lange Hosen, wurde uns gesagt. Ich konnte das gar nicht glauben, doch beim Aussteigen aus dem Bus spürte ich die kühlen 15 Grad.

Mit einer schönen Cocktail-Session und Feedback-Runde klingt der Abend aus. Ich bin schon gespannt, wie es morgen hier oben bei Tageslicht aussehen wird…

Tag 6 - Zugfahrt von Nuwara Eliya nach Kandy

Der Tag beginnt neblig. Hier oben in Nuwara Eliya herrscht ein komplett anderes Klima, als ich es bisher von Sri Lanka kennengelernt habe. Kühle 14 Grad Celsius erfrischen Körper und Geist und machen wach für einen neune erlebnisreichen Tag.

Kühl und neblig...

Der Kurort Nuwara Eliya liegt auf über 1800m über dem Meeresspiegel und ist damit die höchste Region der Insel. Besonders der rustikale Kolonialstil der Gebäude lässt einen etwas fühlen, als wäre man irgendwo im Vereinigten Königreich unterwegs. Die Briten brachten damals unter anderem den Teeanbau nach Sri Lanka. Damals hieß die Insel noch Ceylon. Daher auch der bekannte Name „Ceylon-Tee“

Teeplantagen soweit das Auge reicht...

Eine solcher alten Teefabriken besichtigen wir am Vormittag. Wir bekommen einen interessanten Rundgang durch die Fabrikhalle und unser Guide erklärt uns jeden Verarbeitungsschritt und die dafür verwendeten Maschinen. Sehr interessant zu beobachten, wie die Locals hier noch heute einen Arbeitsplatz haben und all die verschiedenen Teesorten produzieren.

Gegen Mittag machen wir uns auf für eines der Highlights einer jeden Sri Lanka Reise: Eine Zugfahrt durch das Hochland der Insel. Am Bahnhof Nanu Oya nahe Nuwara Eliya steigen wir in den Regionalzug, der das Bergland mit der Hauptstadt Colombo verbindet. 

Direkt nach Verlassen des Bahnhofs öffnet sich der Bick auf die sagenhafte Landschaft, leicht wolkenverhangen und mystisch, doch das Wetter meint es gut mit uns. Mit 10-30km/h rollt, klackert und poltert die Eisenbahn die Schienen immer leicht bergab.

Was für ein Abenteuer, diese Zugfahrt!

In jedem Ort wird ein kurzer Halt gemacht. Einheimische steigen aus oder zu, teilweise noch während der Zug rollt. Für einen Europäer, der ganz andere Regeln und Sicherheitsvorschriften kennt, ist das einerseits sehr ungewohnt, aber auch wahnsinnig faszinierend zu sehen.

Die Landschaft verändert sich zusehends vom Subtropischen Hochland mit Teefeldern und Eukalyptus Bäumen zu einer wieder tropischeren Vegetation mit Kokospalmen und schwüler werdender Luft. 

kraftvoller kandyanischer Tanz

Nach gut 4 Stunden rollt der Zug langsam am Bahnhof von Kandy ein. Dort sammelt uns der Bus wieder auf und es geht zu einer Tanzvorführung. Im Anschluss, bevor es ganz dunkel wurde, statten wir dem wichtigsten buddhistischen Heiligtum des Landes noch einen Besuch ab.

Sri Dalada Maligawa - Zahntempel

Der Zahntempel von Kandy, auch Sri Dalada Maligawa genannt, ist einer der heiligsten Orte des Buddhismus in Sri Lanka. Der Tempel beherbergt einen Eckzahn Buddhas, der als wichtige Reliquie des Landes verehrt wird. Jedes Jahr zieht er Tausende von Pilgern und Besuchern an, die an den aufwendigen Zeremonien teilnehmen oder das kunstvoll verzierte Heiligtum bewundern. Besonders beeindruckend ist die Atmosphäre während einem spektakulären Festzug, der die heilige Zahnreliquie ehrt und die Stadt Kandy in einen farbenprächtigen Rausch aus Tänzen, Musik und Lichtern taucht.

Spät am Abend erreichen wir das Earl’s Regency Hotel in Kandy, ein schönes 5-Sterne-Resort in bester Lage. Mit dem Abendessen und einen sehnsüchtigen Blick auf den Pool endet auch dieser Tag. Gute Nacht!

Tag 7 - Kochkurs & Strandzeit

Heute war früh aufstehen angesagt, denn bereits um 7 Uhr bricht unsere Gruppe auf Richtung Westküste. Das Meer ruft. Wir verlassen Kandy bei einer flüchtigen Stadtbesichtigung aus dem fahrenden Bus. Gerne hätte ich hier etwas mehr Zeit verbracht, da Kandy doch so viel zu bieten und eine wirklich sehr besondere Atmosphäre hat. Es erinnert mich irgendwie an Ubud auf Bali in Indonesien danke der saftig grünen Tropenvegetation an den Hängen des Tals…

es erinnert mich an Bali...

Der Reisebus rollt nun stetig bergab in gen Westküste in Richtung Colombo. Unterwegs bekommt man immer wieder interessante Eindrücke und schöne Aussichten zu Gesicht.

Angekommen in Bandaragama, einem kleinen Dörfchen südlich von Colombo. Hier werden wir sehr herzlich von den Dorfbewohnern begrüßt und begeben uns auf eine kleine Farm. Einige kleine Felder mit unterschiedlichem Gemüse, sowie Obst-und Bananen-Plantagen säumen das Grundstück, umrahmt von Kokosnusspalmen.

alles Bio aus eigenem Anbau

Das Herzstück ist eine kleine offene Lehmhütte mit einfachem Schilfdach. Hier werden wir von den Damen mit frischer Kokosnuss versorgt und unser Guide gibt uns eine Einführung in das Dorf und den anstehenden Kochkurs.

Viele einheimische Gewürze liegen bereits vorbereitet auf der langen Tafel. Für jeden Gast ein eigenes Schneidebrett. Dann werden die Aufgaben verteilt. Es wird Gemüse geschnibbelt, Fleisch gewürzt und angebraten und Currypasten gemörsert.

ein spannender Kochkurs

In Lehmtöpfen, die ganz typisch sind für die sri-lankische Küche, wird über offenem Feuer jedes der vielen unterschiedlichen Currys geköchelt. Unterdessen bekommen wir draußen eine kleine Einführung in die vielfältige Welt der Kokosnüsse. 

Heißhungrig erwartet heißt es dann endlich Futter fassen. Eine köstliche Vielfalt unterschiedlichster Currys und Kokokssalate, dazu verschiedene Reissorten. Es ist ein wahrer Festschmaus und obwohl es das x-te Curry ist in dieser Woche, war es doch wirklich mit Abstand das leckerste von allen bisher.

ein ganz besonderes Erlebnis!

Nach fröhlicher Verabschiedung von den Dorfbewohnern, ging es weiter ans Meer. Am sehr einsamen Balapitiya Beach, südlich von Ahungalla, beziehen wir das hübsche Boutique Resort Calamansi Cove Villas.

Balapitiya Beach - ein Traumstrand

Eine hübsche Bungalowanlage mit nur sehr wenigen Zimmern und einer exklusiven Lage am Südende des Strandes. Hier heißt es nun die Inforeise so langsam ausklingen zu lassen. Wir bekommen den restlichen Tag frei und können auch ein wenig Urlaubsfeeling genießen. Ein paar Bahnen im Pool schwimmen, im Meer baden und Strandspaziergänge unternehmen im goldenen und von Kokoksnusspalmen gesäumten Sandstrand. Einfach herrlich.

Zum Abend hin stand noch ein besonderes Event an. Unsere Gruppe wird von Aitken Spence Travels und dem Hotelmanager zu einer gemütlichen Cocktailabend unter Palmen eingeladen mit anschließendem Abendessen. Das Highlight ist aber die Verwandlung in echte sri-lankische Kleidung. Für die Frauen ein wunderschönes Kleid und für uns Männer einen echten Sarong. 

Wir genießen den Abend und lassen die erlebten Tage noch einmal Revue passieren.

Tag 8 - Stadtbesichtigung Colombo & Abreise

Unser letzter Tag in Sri Lanka bricht an.
Den Vormittag bis zum Check-Out bekommt unsere Reisegruppe zur freien Verfügung, um noch einmal den Spirit von Sri Lanka nachwirken zu lassen, im Pool zu baden oder den Bilderbuchstrand zu bewundern.

Wilde Schönheit

Mittags heißt es dann Abschied nehmen von den Calamansi Cove Villas. Wir brechen auf Richtung Norden nach Colombo, wo uns noch eine kurze Stadtrundfahrt erwartet. 

Colombo ist kein Vergleich zu den Metropolen wie Bangkok oder Singapur, doch hat es seinen Reiz, das Leben der Großstädter in Sri Lanka zu erleben.

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Sightseeing-Runde durch Colombo

Wir fahren zum Beispiel an der Bandaranaike Memorial International Conference Hall (kurz BMICH) vorbei. Ein eindrucksvolles Politgebäude. Am Independence Memorial haben wir ein paar Minuten uns umzuschauen. In Sichtweite immer das Skyline gebende Gebäude im Blick: der Lotus Tower. Ein 350m hoher Fernsehturm in Form einer geschlossenen Lotusblüte und gleichzeitig das höchste Gebäude des Landes.

Bei einer Fahrt durch das schillernde Zentrum entlang der Main Street erhaschen wir einen Blick auf die beeindruckende Jami Ul-Alfar Moschee. Generell erinnert mich diese Main Street etwas an China Town in Bangkok nur in kleiner.

ein Hauch von Bangkok-Feeling...

An der neu gebauten Strandpromenade fahren wir an den neuen ITC Ratnadipa Towern vorbei. Diese Gebäude geben der Stadt einen weiteren modernen Look. Unweit davon entfernt liegt das Cinnamon Grand Hotel Colombo. Hier findet unser letztes Abendessen statt im Nuga Gama Restaurant. Beim Betreten fühlt man sich schlagartig wie in einer kleinen Oase. Unter einem riesigen Banyantree nehmen wir Platz und genießen noch ein letztes Mal die köstliche sri-lankische Küche. 

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Es wird Zeit zum Flughafen aufzubrechen. Mit dem Flug UL501 begeben ich mich wieder Richtung Heimat – mit vielen neuen Eindrücken und Ideen im Gepäck, um unsere Bamboo Travel Kunden mit meinen Erfahrungen und Empfehlungen zu inspirieren…

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Good Bye, Sri Lanka... Ich hab mich echt verliebt!

Dank der großartigen Zusammenarbeit und Unterstützung von Moana Concepts, Aviareps und Sri Lankan Airlines wurde mit Aitken Spence als Gastgeber dieser FAM-Trip zu etwas ganz Besonderem! Und dafür möchte ich meinen größten Dank aussprechen! Es war eine einzigartige Erfahrung mit einer tollen Gruppe, besten Hotels, wunderbaren Menschen vor Ort und köstlicher Kulinarik!

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